
„Eine schwangere Frau steht mit einem Fuß im Grab und mit einem Fuß auf der Erde“, lautet ein afrikanisches Sprichwort. Jede Minute stirbt irgendwo auf der Welt eine Frau während der Schwangerschaft, bei der Geburt oder im Kindbett.

Die Menschrechtssituation im Iran – ein Thema, um das es schon Monate nach den Präsidentschaftswahlen im letzten Jahr in den Medien der westlichen Welt wieder still geworden war. D. Schikora und B. Zendeh vermittelten eindrucksvoll, wie das Regime in Teheran Grenzen jeglicher Menschlichkeit und Rationalität überschreitet.

Demonstranten werden gefoltert und hingerichtet, Künstler inhaftiert, Journalisten bedroht und Andersgläubige verfolgt. Wer mit den politischen Verhältnissen im Iran nicht konform geht und öffentlich Kritik äußert, muss um sein Leben fürchten. Nicht erst seit den letzten Präsidentschaftswahlen werden die Menschenrechte systematisch mit Füßen getreten.

Täglich springen Frauen, Männer und Kinder in Mexiko auf rollende Güterzüge. Sie sind auf dem Weg in die USA. Viele erreichen niemals ihr Ziel. Sie werden vom Zug überrollt oder unterwegs von Banden überfallen. Ihre Geschichte erzählt das bewegende Verfolgungsdrama „Sin Nombre“ von Cary Fukunaga. In der kommenden Woche läuft es im Lichtspieltheater Wundervoll an.

Elias Bierdel vom Hilfskomitee Cap Anamur wird am 26.03.2010 um 19.30 Uhr im Peter-Weiss-Haus einen Diavortrag halten. Er rettete im 2004 37 Flüchtlinge und wurde in Italien dafür angeklagt. Die Amnesty International Hochschulgruppe Rostock wird sich an der Veranstaltung mit einem Stand beteiligen, an dem sie Unterschriften für eine aktuelle Urgent Action zu dem Thema sammelt.

Eva Behringer Seit 1948 die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von der UN-Generalversammlung verabschiedet wurde, gilt der 10. Dezember als Internationaler Tag der Menschenrechte. Kein Zufall also, dass genau an diesem Tag im Jahr 2009 die Ortsgruppe „Amnesty International Rostock“ offiziell zur Hochschulgruppe wird.
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