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Internationaler Tag gegen Rassismus

21.03.2017

Internationaler Tag gegen Rassismus

Am Internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März besuchte unsere Gruppe das Friderico-Francisceum Gymnasium in Bad Doberan.

Rassismus geht uns alle an

Tag für Tag machen Menschen in Deutschland rassistische Erfahrungen. Das geht uns alle an. Denn Rassismus verneint die Gleichheit aller Menschen. Mit jeder rassistischen Handlung - ob gewollt oder ungewollt - werden Menschen abgewertet und ausgegrenzt. Wenn Menschen aufgrund ihrer "Hautfarbe", ihrer angenommenen Herkunft oder anderer Zuschreibungen mit rassistischen Vorurteilen konfrontiert werden, können sie gar nicht anders, als das persönlich zu nehmen. Sie werden verletzt, ausgegrenzt und diskriminiert. Wer zur weißen Mehrheit in unserer Gesellschaft gehört, hat dagegen das Privileg, sich entscheiden zu können, diese Diskriminierungen zu ignorieren oder aber sich angesprochen zu fühlen, die eigenen Vorurteile zu hinterfragen, und sich einzumischen. Es gibt viele gute Gründe, warum wir alle Rassismus persönlich nehmen sollten.

Jeder kann etwas gegen Rassismus tun z.B. auf die eigene Sprache achten

Häufig bekommen Betroffene zu hören, die Benutzung eines rassistischen Wortes sei doch "nicht so gemeint". Oder hinter der Nachfrage "Woher kommst du wirklich?" stecke doch nur freundliches Interesse. Entscheidend ist aber nicht, was wir ausdrücken wollten, sondern, wie es bei unserem Gegenüber ankommt. Wer mit solchen Fragen und Klischees ständig konfrontiert wird, bei der oder dem kommt an: Du bist anders, du gehörst nicht dazu. Maßgeblich dafür, ob eine Handlung oder Äußerung rassistisch ist, ist daher die Sicht der Betroffenen. Ziel des Schulbesuches war es, das Problembewusstsein in Bezug auf Rassismus zu schärfen und dabei möglichst die eigene Sprachweise kritisch zu hinterfragen. So sollten die Schüler und Schülerinnen verschiedene Begriffe, die in unserer Alltagssprache verwendet werden, danach sortieren, ob diese eine neutrale oder eine diskriminierende Bedeutung haben. Anschließend wurde untereinander diskutiert, welche Begriffe man besser nicht (mehr) benutzen sollte.