Amnesty International Hochschulgruppe Rostock

Impressum | Login

Hochschulgruppe Rostock

StartseiteAusstellungseröffnung

Ausstellungseröffnung zum Internationalen Tag der Menschenrechte:
amnesty international und die DDR. Die Arbeit von ai für die Menschenrechte in der DDR von 1961-1989

(10. Dezember 2007)

Seit 1961 setzt sich amnesty international für die Menschenrechte in der ganzen Welt ein. In der DDR galt ihr Einsatz vor allem den politischen Häftlingen. Die Staatssicherheit und SED-Führung versuchten bis 1989 die Aktivitäten von ai zu verhindern bzw. einzuschränken.

Die Ausstellung beleuchtet die Bemühungen von ai, Menschenrechte in der DDR einzuhalten. ai appellierte an die SED-Führung, die Gesetze zu ändern und internationalen Menschenrechtsnormen anzupassen. "Versuchte Republikflucht", "illegale Verbindungsaufnahme" in den Westen und "staatsfeindliche Hetze" waren die häufigsten politischen Anklagepunkte, aufgrund derer DDR-Bürger zu langjährigen Haftstrafen verurteilt wurden. In den meisten Fällen handelte es sich dabei um die Miss­achtung der Menschenrechte.

Eröffnet wird die Ausstellung von Dr. Anja Mihr, Leiterin des Europäischen Masterprogramms für Menschenrechte in Venedig. Anja Mihr hat die Ausstellung konzipiert und spricht über die Möglichkeiten, Grenzen und die Wirkung der Arbeit von ai in der DDR.

Die Friedensbewegung in der DDR führte schließlich Mitte der 80er-Jahre auch zur Gründung mehrerer Menschenrechtsgruppen in der DDR. Wie weit sich die DDR von Demokratie und Menschenrechten entfernt hatte und welchen Einfluss die Friedensbewegung auf das alles kontrollierende System der SED spielte, wird Wolfram Tschiche als ehemaliges Mitglied der DDR-Opposition in seinem Vortrag beantworten. Wir freuen uns auf eine spannende Ausstellungseröffnung und auf Ihr Kommen.