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Filmabend und Fotoaustellung: Frauen in einer rücksichtslosen Welt

(16. Juli 2009 im Peter-Weiss-Haus)

Jährlich sterben bis zu drei Millionen Frauen an den Folgen von Gewalt oder Ausbeutung. Gewalt an Frauen ist das häufigste Verbrechen der Welt – und wird doch nur selten bestraft. Sie hat viele Gesichter und geschieht im täglichen Leben, in Friedens- und Krisenzeiten. Als peinliches Phänomen in der Mitte der Gesellschaft geschieht sie zudem weltweit, in allen Kulturen und Gesellschaftsschichten. Die Amnesty Hochschulgruppe Rostock veranstaltet deshalb gemeinsam mit dem Peter-Weiss-Haus einen politischen Abend.

Frauen leiden oft unter verhängnisvollen gesellschaftlichen Bedingungen, denen sie nicht ohne Weiteres entfliehen können. Täglich werden sie bedroht, festgenommen, gefoltert und getötet, obwohl sie Kritik friedlich äußern oder sich für Menschenrechte einsetzen. Nicht nur in unfreien Gesellschaften ist das Problem medial kaum präsent.Auch in der westlichen Berichterstattung wird selten darüber berichtet. Die Amnesty Hochschulgruppe Rostock veranstaltete deshalb gemeinsam mit dem Peter-Weiss-Haus einen politischen Abend unter dem Titel „Gewalt gegen Frauen“.

Durch den Abend führte ein etwa einstündiger Dokumentarfilm. „Verstümmelt, geschlagen, missbraucht – Frauen in einer rücksichtslosen Welt“ wurde eigens dafür produziert, seine Zuschauer für das Problem zu sensibilisieren. Aus verschiedenen Perspektiven nähert er sich dem Thema und zeigt welchen Formen nicht nur körperlicher Gewalt Frauen weltweit ausgesetzt sind.\\\ Angemessener Rahmen bildete eine parallele Fotoausstellung. Wie der Film verwiesen die Aufnahmen auf Frauen, die in ihren allgemeinen Rechten beschränkt und in ihrer Menschenwürde verletzt wurden. Ihre Betrachter regten sie zum Nachdenken an. Sowohl die Filmbeiträge als auch die Ausstellung schafften eine gemeinsame, emotionale Basis, auf der sich das Gesehene behutsam weiterdiskutieren ließ. Mitglieder der Amnesty Hochschulgruppe leiteten anschließend die Diskussion und sammelten Unterschriften für einzelne Fälle.