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Geschehnisse in Andischan 2005

Das Massaker von Andischan 2005

Am 13. Mai 2005 wurden Hunderte von Menschen, darunter Frauen und Kinder, getötet, als Sicherheitskräfte das Feuer auf mehrheitlich unbewaffnete Demonstranten, die im Zentrum von Andischan zusammen gekommen waren, eröffneten. Die Behörden behaupteten, der Protest sei ein bewaffneter Aufstand von Mitgliedern verbotener islamistischer Gruppen von innerhalb und außerhalb Usbekistans. Die Sicherheitskräfte eröffneten das Feuer auf die Demonstranten. Während des Versuchs zu fliehen wurden hunderte von ihnen, darunter Frauen und Kinder, getötet.

Rund 500 Demonstranten, darunter auch wieder Frauen und Kinder sowie Dutzende von den Männern, die von den Behörden beschuldigt wurden, den gewaltsamen Aufstand organisiert zu haben, gelang es, über die Grenze ins benachbarte Kirgisistan zu entkommen. Ende August 2005 wurden sie aus Kirgisistan von der UN-Flüchtlingsorganisation in Sicherheit nach Rumänien evakuiert. In der Zeit nach den Ereignissen griff die Regierung rigoros gegen abweichende Meinungen und Äußerungen vor und versuchte eine unabhängige Berichterstattung über die Tötungen zu unterbinden. Hunderte von Demonstranten wurden festgenommen und Berichten zufolge misshandelt, Zeugen wurden eingeschüchtert. Journalisten und Menschenrechtsverteidiger wurden schikaniert, geschlagen und festgenommen, einige wurden wegen angeblich schwerwiegender krimineller Vergehen festgehalten. Nach unfairen Gerichtsverfahren wurden die meisten unter Ausschluss der Öffentlichkeit oder geheim wegen "Terrorismus" angeklagt und zu langen Haftstrafen wegen ihrer mutmaßlichen Beteiligung an den Unruhen verurteilt.